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Hintergrund

Der Freistaat Sachsen setzt das am 3. Mai 2008 in Kraft getretene Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen um.
Menschen mit Behinderungen haben wie alle anderen das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit. Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt ergeben sich für sie vielfach aus einer nicht behinderungsgerechten Arbeits- und Lebenswelt. Die Forderung nach der Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen heißt, Chancengleichheit zu gewährleisten. Dazu bedarf es eines Arbeitsmarktes, auf dem auch Menschen mit Behinderungen ihr Arbeitsumfeld frei wählen können.

An der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes konnten Menschen mit Behinderungen nicht partizipieren. Die Anzahl der Menschen mit Behinderungen, die arbeitssuchend sind, hat im Gegensatz zu allen Arbeitssuchenden zugenommen.

Diagramm: Entwicklung der Arbeitslosigkeit von Menschen mit und ohne Behinderungen in Sachsen von Januar 2005 bis September 2013. Die Anzahl der arbeitssuchenden insgesamt sinkt, die der Menschen mit Behinderung ist fast gleich geblieben.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen, 2005 bis 2013
(© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz)

Auf Grund der demografischen Entwicklung im Freistaat Sachsen werden sich bis 2020 die Arbeitskräfte überproportional zur Bevölkerungsentwicklung verringern. Die Anzahl derjenigen, die dem Arbeitsmarkt nach Schule und Berufsausbildung neu zur Verfügung stehen, wird künftig geringer sein, als die Zahl derjenigen, die aus dem Arbeitsleben ausscheiden.
Über 16.500 Menschen sind in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) beschäftigt. Übergänge aus der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt sind sehr gering (circa 15 Personen pro Jahr). Individuelle Möglichkeiten von WfbM-Beschäftigten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt zu werden sind sehr wenig ausdifferenziert und für einfache Tätigkeiten ist die Angebotspalette sehr begrenzt. Durch fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der WfbM steigt die Anzahl an Werkstattbeschäftigten. Bestehende Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten greifen nicht in dem Umfang, um Menschen mit Behinderungen aus der Werkstatt heraus auch einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt erschließen zu können.

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