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Werkstatt für behinderte Menschen

Eine Werkstatt für behinderte Menschen, abgekürzt WfbM, ist eine Einrichtung zur Eingliederung ins Arbeitsleben. Sie ermöglicht die Erbringung einer Arbeitsleistung oder die Ausübung einer geeigneten Tätigkeit für Menschen mit Behinderung, die wegen der Art oder der Schwere ihrer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht, noch nicht oder noch nicht wieder tätig sein können. Offen stehen die Werkstätten für Erwachsene mit einer geistigen, psychischen und schweren körperlichen Behinderung.

Gesetzliche Grundlage für Werkstätten für behinderte Menschen ist das Neunte Buch im Sozialgesetzbuch (SGB IX) Kapitel 12.

Ziel einer Werkstatt ist es, die individuelle Leistungsfähigkeit der behinderten Menschen zu entwickeln, wiederzugewinnen und so zu erhöhen, dass sie entweder in der Werkstatt ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen oder sogar ins Erwerbsleben eingegliedert werden können.

Jeder behinderte Erwachsene mit Anspruch auf Werkstattförderung durchläuft in der Regel folgende Bereiche. Nach dem Bereich des Eingangsverfahrens folgt eine meist zweijährige berufliche Förderung im Berufsbildungsbereich. Eine dauerhafte Beschäftigung wird im Arbeitsbereich angeboten.

Die Menschen mit Behinderungen werden von sozialen Fachdiensten betreut und individuell gefördert. Auch Angebote wie zum Beispiel Unterricht im Lesen, Rechnen, Schreiben oder Hilfen durch Sport und Gymnastik bis hin zu hauswirtschaftlichen Kursen gehören zum Dienstleistungsspektrum der Werkstätten.

Ist eine Behinderung so schwerwiegend, dass die Person nicht eine Werkstatt für behinderte Menschen besuchen kann, besteht die Möglichkeit der Aufnahme in die Förder- und Betreuungsgruppe, die an die Werkstatt angegliedert ist.