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Antrag und Leistungen nach der Kriegsopferversorgung

Leistungen

Für Schädigungsfolgen, die nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) anerkannt sind, können Heilbehandlungsmaßnahmen sowie andere Leistungen zur Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Gesundheit in Anspruch genommen werden. Ab einem Grad der Schädigungsfolgen (GdS; bis zum 20.12.2007 als Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) bezeichnet) von 25 werden monatliche Rentenleistungen gezahlt, die zum Teil einkommens- und vermögensabhängig sind. Rentenberechtigte Beschädigte, die aufgrund ihrer anerkannten Schädigungsfolgen im Berufsleben einen wirtschaftlichen Schaden erleiden oder erlitten haben, erhalten dabei unter anderen einen Berufsschadensausgleich. Ist der Betroffene pflegebedürftig, werden auch insoweit Leistungen gewährt.
 
Hinterbliebene können bei Vorliegen der Voraussetzungen neben einem Anspruch auf Krankenbehandlung auch monatliche Rentenleistungen erhalten.
 
Ergänzende oder besondere Hilfen im Einzelfall gewähren die Träger der Kriegsopferfürsorge beim Kommunalen Sozialverband (Hauptfürsorgestelle). Als ergänzende Hilfen im Einzelfall können bei besonderem Bedarf Leistungen gewährt werden, welche bezüglich der Anspruchsvoraussetzungen und der Höhe nach im Wesentlichen der Sozialhilfe entsprechen.

Dabei handelt es sich zum Beispiel um:

  • Erziehungsbeihilfen für Kinder von Beschädigten oder Waisen
  • Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Erholungshilfen
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Krankenhilfe
  • Hilfe zur Weiterführung des Haushalts
  • Hilfe zur Pflege
  • Wohnungshilfe
  • Hilfen in besonderen Lebenslagen

Antrag

Der Antrag auf Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) ist schriftlich oder mündlich unter Aufnahme einer Niederschrift beim Kommunalen Sozialverband (KSV) mit einem dafür vorgesehenen Antragsformular zu stellen. Das Antragsformular erhebt die für eine Leistungsgewährung notwendigen Daten. Wird der Antrag zunächst formlos gestellt, erhalten Sie das Antragsformular vom KSV zugesandt.

Anträge nimmt auch jede Gemeinde/Stadt oder jeder andere Sozialleistungsträger entgegen und wird diese dann an den KSV weiterleiten.

Um zu einer möglichst raschen Bearbeitung Ihres Antrages beizutragen und Rückfragen überflüssig zu machen, bitten wir Sie, das Antragsformular vollständig auszufüllen, bei Anträgen Beschädigter insbesondere Ihre behandelnden Ärzte vollständig anzugeben und den Antrag zu unterschreiben. Mit der von Ihnen im Zusammenhang mit der Antragstellung erbetenen Einwilligungserklärung zieht der KSV im Rahmen der Sachaufklärung unter anderen aktuelle medizinische Unterlagen der behandelnden Ärzte bei, so dass nochmalige Untersuchungen in der Mehrzahl der Fälle nicht notwendig sind. 

Die Mitarbiter des KSV stehen Ihnen für konkrete Fragen zur Verfügung und sind in jedem Falle bemüht, über Ihren Antrag schnell zu entscheiden. Angesichts der Vielzahl von Anträgen und der immer notwendigen Sachaufklärung lassen sich Wartezeiten jedoch erfahrungsgemäß nicht vermeiden. Dafür bitten wir um Verständnis.

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Kontakt

Zuständige Behörde: Kommunaler Sozialverband Sachsen - Außenstelle Chemnitz

Fachbereich Soziales Entschädigungs- und Fürsorgerecht

  • Besucheradresse:
    Reichsstraße 3
    09112 Chemnitz
  • Telefon:
    (0371) 57 70
  • www.ksv-sachsen.de
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