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2014

Integrationspreis des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen 2014

Am 3. Dezember 2014 hat der Kommunale Sozialverband Sachsen zum dritten mal den Integrationspreis verliehen. Mit der Preisvergabe werden beispielhafte Leistungen auf dem Gebiet der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben ausgezeichnet.

Sozialministerin Barbara Klepsch hat bei der Preisverleihung das vorrangige Ziel der Inklusion betont: die Würde, die Rechte und das Wohlergehen von Menschen mit Behinderungen zu fördern. »Gedenktage sind wichtig, aber Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen ist keine Eintagsaufgabe«, betonte die Sozialministerin. Die Verleihung des Integrationspreises des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen – einem aktiven Partner in der Allianz Arbeit+Behinderung – ist ein wichtiger Beitrag, Unternehmer davon zu überzeugen, dass Inklusion gelingen kann. Menschen mit Behinderungen finden dann eine Beschäftigung, wenn sie von den Unternehmern als leistungsfähige Arbeitskräfte erkannt und anerkannt werden. Die Preisträger des Integrationspreises des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen sind überzeugende Beispiele dafür, dass Inklusion gelingen kann.

Foto: Verbandsdirektor Andreas Werner, Verbandsvorsitzender Michael Harig gratulieren den Preisträgern Herrn und Frau Schuckmüller von der Firma Gebäude- und Umweltservice Schuckmüller

Verbandsdirektor Andreas Werner, Verbandsvorsitzender Michael Harig gratulieren den Preisträgern Herrn und Frau Schuckmüller von der Firma Gebäude- und Umweltservice Schuckmüller gemeinsam mit Sozialministerin Barbara Klepsch und Abteilungsleiter Michael Bockting.
(© Jochen Schnabel, SMS)

Integrationspreis des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen 2014

Kategorien und Preisträger:

  • Behindertenfreundlicher Betrieb
    • Metall- und Maschinenbau GmbH – Oschatz
    • Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB)
  • Menschen mit Behinderung:
    • Thomas Rettig, Werbewelt Rettig – Grimma
  • Integrationsprojekte
    • Gebäude- und Umweltservice Schuckmüller – Auerbach
  • Schulen mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
    • Astrid-Lindgren-Schule – Weißwasser
    • Kurfürst Johann-Georg-Schule –Johanngeorgenstadt 
    • Brünlasbergschule – Aue
  • Werkstätten für behinderte Menschen
    • Göltzschtalwerkstätten Auerbach

Jobcenter wirbt im Meißen-Fernsehen für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Das Jobcenter des Landkreises Meißen hat im Rahmen einer Imagefilmserie unter anderem auch das Thema »Menschen mit Behinderung - Fachkräfte für Ihr Unternehmen« aufgegriffen. Im Film kommen Arbeitgeber, Vertreter des Jobcenters und in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelte Personen gleichermaßen zu Wort. Anhand zweier Beispielfälle wird dargestellt, wie der Einsatz behinderter Menschen als Fachkraft und darüber hinaus auch im Helferbereich erfolgreich praktiziert wird. Das Jobcenter des Landkreises Meißen begleitet und unterstützt hierbei gezielt die berufliche Integration. Durch die Ausstrahlung des Films im Regionalfernsehen sollen Arbeitgeber angesprochen und für diese Thematik sensibilisiert werden. Darüber hinaus möchten wir informieren, dass berufliche Integration behinderter Menschen für beide Seiten (Arbeitgeber/Arbeitnehmer) mit einem lohnenden Ergebnis einhergehen kann, wie dabei staatliche Förderung zum Tragen kommt und das kommunale Jobcenter in diesem Prozess als Ansprechpartner für eine passgenaue Arbeitskräftevermittlung zur Verfügung steht.

Menschen mit Behinderungen - Fachkräfte für Ihr Unternehmen: Informationsveranstaltung am 6. Oktober 2014

Mit der Informationsveranstaltung »Menschen mit Behinderungen - Fachkräfte für Ihr Unternehmen« hat die Allianz Arbeit + Behinderung gezeigt, dass Menschen mit Behinderungen am richtigen Platz eingesetzt, leistungsfähige Beschäftigte sind. Gunnar Bertram begrüßte die zahlreich erschienenen Unternehmerinnen und Unternehmer im Namen der Industrie- und Handelskammer Chemnitz und forderte sie zugleich auf, das bisher wenig beachtete Potenzial an qualifizierten Fachkräften der Menschen mit Behinderungen mehr zu nutzen. Frank Wagner, Vizepräsident der Handwerkskammer Chemnitz, verwies darauf, dass bereits in vielen Unternehmen Menschen mit Behinderungen erfolgreich arbeiten. Besonders wichtig für die Fachkräftesicherung ist ihm die betriebliche Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderungen. Für das Sozialministerium begrüßte Jochen Schnabel die anwesenden Gäste und übermittelte ein Grußwort von Staatsministerin Christine Clauß.

Foto: Auf einer Bühne stehen vier Personen beisammen und blicken in das Publikum.

Moderatorin Beate Dietze im Gespräch mit Kevin Lohse, Ilona Wiener und Lutz Spartmann
(© Klaus Bemmann-Ender, SMS)

Menschen mit Behinderungen sind Fachkräfte, dies bewiesen exemplarisch drei Unternehmen aus dem Kammerbezirk Chemnitz: Sie beschäftigen mit gutem Erfolg Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen. Der Geschäftsführer der Aluchrom Gesellschaft für Beschichtung, Lutz Spartmann, hat einen neuen Mitarbeiter für die Produktion gefunden, der mit Unterstützung durch den Integrationsfachdienst Annaberg in das Unternehmen integriert wurde. Ausbildung mit Behinderung - geht das? Diese Frage wurde vom Geschäftsführer der Dietel Bauelemente GmbH, Thomas Dietel, positiv beantwortet. Der Getränkegroßhandel Huster beschäftigt viele Menschen mit Behinderungen und arbeitet auch eng mit einer Werkstatt für behinderte Menschen zusammen. Unterschiede zwischen Kollegen mit und ohne Behinderungen gibt es für den Lagerleiter Ricco Jerratsch dabei schon lange nicht mehr. Neben den praktischen Beispielen erhielten die anwesenden Unternehmensvertreter vielfältige Informationen. Christa Loebert, Ausbildungsberaterin der Handwerkskammer Chemnitz, und Heike Horn-Pittroff vom Integrationsamt beim Kommunalen Sozialverband Sachsen informierten über Ausbildungsregelungen und Fördermöglichkeiten. Auf besonderes Interesse stieß die Vorstellung des Dienstleistungsnetzwerkes »support«, welches Unternehmen bei Fragen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen berät und auch für diese mögliche Unterstützungsleistungen koordiniert.

Abschließend konnten sich die Teilnehmer noch mit den anwesenden Unternehmen und den behinderten Beschäftigten über ihre konkreten Erfahrungen austauschen und sich über Beratungs- und Förderangebote der Bundesagentur für Arbeit, des Integrationsamtes und der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland informieren.

Wanderausstellung Arbeit + Behinderung: Eine Einstellung, die sich lohnt

In Sachsen sind circa 11.000 Menschen mit Behinderungen auf der Suche nach einem Job. Der überwiegende Teil von ihnen ist gut qualifiziert, hat eine abgeschlossene Berufsausbildung – und diese in Zielberufen, in denen Nachfrage nach Fachkräften besteht. Und dennoch: vielfach werden Menschen mit Behinderungen nicht als das anerkannt, was sie in Wirklichkeit sind: Fachkräfte für die Unternehmen.

In der Allianz Arbeit + Behinderung werben deshalb 21 Partner aus Wirtschaft, Politik, Sozialleistungsträgern und Verbänden behinderter Menschen mit dem Slogan: Menschen mit Behinderungen – Fachkräfte für Ihr Unternehmen. Häufig sind es vermeintliche Vorurteile und ein fehlendes Wissen über Behinderung und Unterstützungsmöglichkeiten. Menschen mit Behinderungen sind Fachkräfte, aber diese Erkenntnis ist noch nicht bei allen Unternehmen angekommen. Mit der von der Agentur Haus E, alltag & anders im Auftrag des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen konzipierten Wanderausstellung Arbeit + Behinderung: eine Einstellung, die sich lohnt, sollen Arbeitgeber über die Unterstützungsmöglichkeiten der Partner der Allianz Arbeit + Behinderung informiert und für das Thema Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert werden.

Foto: Titel der Wanderausstellung Arbeit + Behinderung: eine Einstellung die sich lohnt. Eine Frau sitzt im Rollstuhl, dieser ist jedoch nicht zu sehen.

Wanderausstellung Arbeit + Behinderung
(© Haus E, alltag & anders)

Nächste Ausstellungsorte:

13.02.2015 bis
27.02.2015

Sparkasse Meißen

Hauptstrasse 70,
01587 Riesa

27.02.2015 bis
13.03.2015

Arbeitsagentur Freiberg

Chemnitzer Str. 8,
09599 Freiberg

13.03.2015 bis
03.04.2015

Stadtverwaltung Großenhain

Hauptmarkt 1,
01558 Großenhain

24.04.2015 bis 08.05.2015

Diakonie Dippoldiswalde Diakonisches Werk im Kirchbezirk e. V.

Alte Dresdner Str. 9,
01744 Dippoldiswalde

08.05.2015 bis 22.05.2015

IKK Chemnitz

Brückenstraße 13,
09113 Chemnitz

22.05.2015 bis 12.06.2015

Landeshauptstadt Dresden
Städtische Bibliotheken Dresden

Freiberger Str. 33,
01067 Dresden

12.06.2015 bis 26.06.2015

Kommunaler Sozialverband Sachsen

Thomasiusstraße 1,
04109 Leipzig

26.06.2015 bis 10.07.2015

Zwickau Rathaus

Hauptmarkt 1,
08056 Zwickau

24.07.2015 bis 07.08.2015

VITA-Center Chemnitz,
Center Management

Wladimir-Sagorski-Str. 22,
09112 Chenmitz

Betriebliches Eingliederungsmanagement - Auszeichnung von Unternehmen

Am 27. Mai 2014 hat der Kommunale Sozialverband Sachsen im Rahmen der Fachtagung zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) vier sächsische Unternehmen ausgezeichnet, die in besonders innovativer Weise mit der Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements für ihre Mitarbeiter Sorge tragen.

Der Gesetzgeber hat in § 84 SGB IX allen Arbeitgebern die Pflicht auferlegt, präventiv tätig zu werden, wenn Mitarbeiter länger als 6 Wochen erkrankt sind. Betriebliches Eingliederungsmanagement wurde dabei nicht streng reguliert, was Arbeitgeber in die Lage versetzt - angepasst an die jeweils sehr unterschiedlichen Bedingungen in ihren Unternehmen - die jeweils besten Wege zu gehen.

Die diesjährigen Preisträger, deren besonderes Engagement mit bis zu 10.000 Euro Preisgeld aus Mitteln der Ausgleichsabgabe honoriert wurde, leben BEM und innovatives Gesundheitsmanagement, das beispielhaft ist und weit über die Vorgaben des SGB IX hinausgeht. Die Auszeichnungen wurden an folgende Unternehmen verliehen:

  • PRINOVIS Ldt. & Co KG, Dresden
  • arvato services Chemnitz GmbH
  • Stadtverwaltung Zwickau
  • Deutsche Solar GmbH, Freiberg

Fachtagung: Förderung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen am 8. März 2014

Mit der Initiative Inklusion und dem Sächsischen Arbeitsmarktprogramm werden Arbeitgeber zusätzlich zu den Regelleistungen von Bundesagentur für Arbeit, Rentenversicherung und Integrationsamt bei der Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen finanziell unterstützt. Auf der Fachtagung wurde gemeinsam mit den die Programme durchführenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Arbeitsagenturen, Jobcentern und den zugelassenen kommunalen Trägern der aktuelle Stand der Förderung reflektiert, es wurden Erfahrungen ausgetauscht und auch ein Blick auf bestehende Hemmnisse bei der Durchführung geworfen.

Foto: Diskussionen im Workshop

Diskussionen im Workshop
(© Klaus Bemmann-Ender/SMS)

Aus der Praxis wurden dabei Anregungen gegeben, wie der Zugang zu Förderleistungen für Arbeitgeber erleichtert und der Vollzug auch für die Programme durchführenden Stellen vereinfacht werden kann.

In drei Workshops wurde zudem der Blick in die Zukunft gerichtet. Die zusätzliche Förderung von Arbeitgebern bei der Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen hat sich – so die Erfahrung der Praxis – bewährt. Bei einem möglichen Nachfolgeprogramm sollten auch Kernelemente der Initiative Inklusion weiter geführt werden. Neben der finanziellen Unterstützung ist es für Arbeitgeber zudem bedeutsam, Unterstützung vor und bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen möglichst aus einer Hand zu erhalten.

Marginalspalte

Praxisbeispiele 2014

© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz