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Barrierefreiheit in der Kommunikation

Je nach Art der Behinderung werden Informationen in verschiedener Weise wahrgenommen. Akustisch und taktil bei blinden und sehbehinderten Menschen, wenn sie zum Beispiel Computer mit Sprachausgabe oder Braillezeile nutzen, optisch für gehörlose Menschen, wenn sie Gebärdensprache nutzen oder über einfache Sprache und Piktogramme bei Menschen mit Lernschwierigkeiten. Barrierefreiheit bedeutet hier, Informationen in die jeweils wahrnehmbare Form umzuwandeln.

Barrierefreies Internet

Barrierefreies Internet bedeutet, dass eine Internetseite für jede Benutzergruppe lesbar und bedienbar ist. Sie soll es sowohl unter technischen Aspekten (Browser, Betriebssystem), als auch bezogen auf die inhaltlichen Gesichtspunkte (Verständlichkeit, Benutzerfreundlichkeit) sein.
Um möglichst allen Menschen den Zugang zu Informationen im »WWW« (WorldWideWeb) zu ermöglichen, wurden allgemeine Anforderungen zum barrierefreien Internet in der Barrierefreien Informationstechnikverordnung – BITV zusammengefasst.

Gebärdensprache und andere Kommunikationshilfen

Die Deutsche Gebärdensprache ist in Sachsen als eigenständige Sprache anerkannt. Grundlage bildet der § 5 des Sächsischen Integrationsgesetzes - SächsIntegrG. Im Verkehr mit Landesbehörden haben hör- und kommunikationsbehinderte Menschen das Recht, Gebärdensprache oder eine andere für sie geeignete Kommunikationsform zu verwenden
(§ 6 SächsIntegrG).

Weiteres regelt die Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Verwendung von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren  (Sächsische Kommunikationshilfenverordnung – SächsKhilfVO) vom 20.10.2007.

Auskunft über die Möglichkeiten des Einsatzes von Gebärdensprachdolmetscher erhalten sie bei der Landesdolmetscherzentrale für Gehörlose in Zwickau.

Audiodeskription

Fernsehen für blinde Menschen? Mit Hilfe von Audiodeskription - also der Beschreibung der Film- oder Fernsehbilder - werden die Barrieren in diesem Bereich ausgeglichen. Nähere Informationen und Sendetermine von Hörfilmen finden Sie beispielsweise auf der Webseite der Deutschen Hörfilm gGmbH.

Zeitungen und Bücher zum Hören

Für blinde und sehbehinderte Menschen sind Zeitungen, Zeitschriften in der Vergangenheit meist über Audiokassetten zugänglich gemacht worden. Nachteil ist, dass auf diesem Weg keine tagesaktuellen und regionalen Nachrichten verfügbar sind und bei Büchern die Speicherung und Navigation Grenzen setzte. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Angeboten, die hier einen Ausgleich schaffen. So bietet zum Beispiel die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte für blinde Abonnenten eine elektronische Tageszeitung. Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) verwendet bei Hörbüchern eine Technologie (DAISY), die eine einfache Navigation erlaubt.

Leichte Sprache

Mit »Leichter Sprache« wird eine barrierefreie Sprache bezeichnet, die sich durch einfache, klare Sätze und ein übersichtliches Schriftbild auszeichnet und deshalb besser verständlich ist, insbesondere für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Das Netzwerk Leichte Sprache fördert deren Verwendung und Verbreitung.