1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Barrierefreie Mobilität

Barrierefreie Mobilität ist dann gegeben, wenn Verkehrssysteme von allen Menschen, in jedem Alter, mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Eigenschaften, mit und ohne Behinderungen, zugänglich und nutzbar sind.

Barrierefreie Mobilität zeichnet sich unter anderem aus durch ein:

  • selbstständiges Bewältigen von Wegen
  • selbstständiges Auffinden und Verstehen von Informationen 
  • selbstständiges und gefahrenloses Nutzen von Beförderungsmitteln
  • das Vorfinden von Verweilplätzen zum Ausruhen

Die Nutzung von Bussen und Bahnen oder die Verfügbarkeit eines Kraftfahrzeuges ist für behinderte Menschen von besonderer Bedeutung für die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV)

Im Bereich des ÖPNV hat sich mittlerweile die Niederflurtechnik weitgehend durchgesetzt, neue Stadtbusse müssen nach EU-Vorschrift dieser Technik entsprechen. Meistens werden Niederflurbusse- und Straßenbahnen mit fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen (in der Regel Klapprampen) ergänzt, was einen Einstieg auch bei schwierigen Haltestellensituationen zulässt. Viele Verkehrsunternehmen achten mittlerweile auf akustische und optische Ansagen für sinnbehinderte Fahrgäste. Nähere Informationen zur spezifischen Situation vor Ort sind bei den Verkehrsverbünden zu erfahren.

Mit dem Projekt »ÖPNV / SPNV für alle« unterstützt der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. sowie seine Partner den Ausbau einer barrierefreien Verkehrsstruktur in Sachsen.

Deutsche Bahn

Auch bei den Bahnen (zum Beispiel bei den Doppelstockwagen oder den neuen Fahrzeugen der S-Bahnen) werden verstärkt fahrzeuggebundene Einstieghilfen eingesetzt. Grundsätzlich stehen an den größeren Bahnhöfen Einstiegshilfen auf den Bahnsteigen bereit. Weitere Informationen zum barrierefreien Reisen mit der Deutschen Bahn und zur Mobilitätsservicezentrale erhalten Sie auf der Homepage der Deutschen Bahn.

Die Eisenbahnunternehmen sind mit dem Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes zur Aufstellung von Programmen zur Barrierefreiheit verpflichtet. Im Programm der Deutschen Bahn AG sind die Schritte zur weiteren Verwirklichung der Barrierefreiheit enthalten.

Mobilität mit dem Pkw

Für viele Menschen mit Behinderung ist es wichtig mit einem eigenen PKW mobil zu sein. Im ländlichen Raum oder in Gebieten mit schlechter Verkehrsanbindung ist der PKW oder das Taxi oft die einzige Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Einige Fahrzeughersteller rüsten den PKW schon im Werk bedarfsgerecht für behinderte Menschen aus. Ist dies nicht möglich oder nicht ausreichend, gibt es spezielle Werkstätten, die das Fahrzeug individuell auf die behinderte Person anpassen. Einige Hinweise zu Zusatzausstattungen am Pkw finden Sie auf der Homepage des Amt24 Sachsen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des REHADAT, dem Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation. Unter dem Schwerpunkt »Kfz und Behinderung« gelangen Sie auch zu den Adressen, die einen Pkw für behinderte Menschen umrüsten.

In einigen Kommunen, in der Regel von den Wohlfahrtsverbänden, werden Fahrdienste für behinderte Menschen angeboten. Das Angebot und die Kostenübernahme sind regional unterschiedlich. Informationen dazu müssen jeweils vor Ort bei der kommunalen Verwaltung eingeholt werden.

Desgleichen stellen sich viele Taxiunternehmen auf die Bedürfnisse von behinderten Menschen ein. Auskunft erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.


 

Marginalspalte

Amt24 - Sachsens Service-Portal

© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz