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Sächsisches Arbeitsmarktprogramm zur Beschäftigungsförderung schwerbehinderter Menschen

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, der Kommunale Sozialverband Sachsen und die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit haben sich in der Allianz Arbeit + Behinderung auf ein gemeinsames Programm zur Beschäftigungsförderung von Menschen mit Behinderungen verständigt. Damit sollen künftig Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen in ihren Betrieben einstellen, durch die Zahlung von Prämien unterstützt werden. In Abhängigkeit von der Betriebsgröße können bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen bis insgesamt 3.000 Euro je Einstellung auf einem Arbeitsplatz in Sachsen gezahlt werden. Auch befristete Arbeitsverhältnisse können gefördert werden, wenn diese mindestens ein Jahr bestehen. Sofern Eingliederungszuschüsse nach dem SGB III nicht gewährt werden können, können auch Zuschüsse bis zu 50 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts für maximal ein Jahr gezahlt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Programms ist die Förderung der betrieblichen Ausbildung behinderter Jugendlicher. Hier werden Ausbildungsbetriebe durch Zahlung einer Prämie von 1.000 Euro je Ausbildungsjahr bis zu einem Maximalbetrag von 4.000 Euro gefördert. Bei Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis nach Abschluss der Ausbildung wird eine Prämie von 3.000 Euro gezahlt.

Das Programm zur Beschäftigungsförderung schwerbehinderter Menschen hat ein Volumen von 5 Millionen Euro. Es wird aus Mitteln der Ausgleichsabgabe des Integrationsamtes beim Kommunalen Sozialverband Sachsen finanziert. Die Durchführung des Programms hat die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Die Anträge können bei den örtlichen Agenturen für Arbeit gestellt werden.

 

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